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Visitenkarten auf Messen

Drei Tage, hunderte Gespräche, schlechter Empfang und grelles Hallenlicht — der Ablauf, der das aushält.

Die kurze Antwort: Auf Messen entscheidet Geschwindigkeit. Der schnellste Weg ist nicht das Vorzeigen des Telefons, sondern ein gedruckter QR-Code am Namensschild oder am Stand, den Ihr Gegenüber selbst scannt, während Sie weiterreden. Der Wallet-Pass dient als Rückfallebene für Gespräche abseits des Standes. Wichtig ist die Vorbereitung: Helligkeit, Codegröße und ein Test unter echtem Hallenlicht.

Warum Messen der härteste Test sind

Was im Büro reibungslos läuft, scheitert in der Halle regelmäßig an vier Dingen:

Der Wallet-Pass hat hier einen strukturellen Vorteil: Er wird offline angezeigt, weil er lokal auf dem Gerät liegt. Sie können Ihren Code auch dann zeigen, wenn die Halle kein Netz hergibt. Wichtig ist die ehrliche Einschränkung: Ihr Gegenüber braucht Verbindung, um die Kartenseite zu öffnen. Deshalb gilt die Regel unten.

Vor der Messe

  1. Karten aktualisieren. Rollen ändern sich zwischen zwei Messen häufiger als gedacht. Einmal zentral prüfen, bevor gedrucktes Material entsteht.
  2. QR-Code aufs Namensschild. Das ist die wichtigste Einzelmaßnahme. Ein Aufkleber auf der Rückseite oder unten am Schild reicht — Ihr Gegenüber scannt selbstständig.
  3. Mindestgröße einhalten. Drei Zentimeter Kantenlänge sind das Minimum für einen Scan aus Gesprächsabstand. Auf Rollups und Countern deutlich größer.
  4. Unter Hallenlicht testen. Nicht im Büro — Scans, die im Büro funktionieren, scheitern unter Strahlern.
  5. Team briefen. Alle sollten wissen, wo ihr Code klebt und wie sie ihn im Zweifel auf dem Telefon aufrufen.
  6. Rückfallebene festlegen. Für Fälle ohne Netz: Wer notiert wie? Ein Zettel mit Namen und Firma reicht, wenn die Nachbereitung stimmt.

Am Stand: der Ablauf in zwei Minuten

Die Reihenfolge ist wichtiger als die Technik. Bewährt hat sich dieser Ablauf:

  1. Erst das Gespräch, dann die Karte. Wer im ersten Satz die Karte zückt, wird als Verteiler wahrgenommen, nicht als Gesprächspartner.
  2. Kontakt anbieten, nicht aufdrängen. „Soll ich Ihnen meine Kontaktdaten dalassen?“ ist wirksamer als ein ungefragt hingehaltenes Telefon.
  3. Auf den Code am Schild zeigen. Ihr Gegenüber scannt selbst, während Sie den letzten Punkt zu Ende bringen. Das spart die Übergabesekunden.
  4. Notiz sofort. Ein Stichwort zum Gespräch, direkt nach dem Kontakt. Nach dem dreißigsten Gespräch erinnert sich niemand mehr, wer welche Frage hatte.

Wenn kein Netz da ist

Zeigen Sie den Pass trotzdem — Ihr Gegenüber kann den Code fotografieren und später öffnen. Alternativ notieren Sie die Kontaktdaten der anderen Seite und schicken Ihre Karte in der Nachfassmail. Das ist ohnehin der Kanal mit der höheren Rücklaufquote.

Was Karteo auf Messen nicht leistet

Ein Punkt, der vor der Messe geklärt sein sollte: Karteo gibt Ihre Daten heraus, es sammelt keine ein. Es gibt keine Lead-Erfassung, keine Badge-Scans und keine Statistik darüber, wie oft Ihre Karte geöffnet wurde.

Wenn Ihr Messeziel darin besteht, Besucherdaten systematisch zu erfassen und in eine Kampagne zu überführen, brauchen Sie zusätzlich den Badge-Scanner des Veranstalters oder ein Lead-Erfassungssystem. Beide Wege lassen sich problemlos parallel zur Wallet-Karte nutzen — sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Mehr dazu im Vergleich der Ansätze.

Nachbereitung: hier entscheidet sich der Ertrag

Die meisten Messekontakte verfallen nicht am Stand, sondern in der Woche danach. Zwei Regeln genügen:

Rechtlicher Hinweis zur Nachbereitung

Eine persönliche Kontaktaufnahme im Anschluss an ein Gespräch lässt sich in der Regel auf ein berechtigtes Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO stützen. Für Newsletter und Werbemailings gelten strengere Anforderungen — dafür ist meist eine Einwilligung erforderlich. Die Visitenkarte allein ist keine Einwilligung in Werbung. Weitere Einordnung in unserer DSGVO-Übersicht.

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Karten fürs Standteam

Erst eine Karte testen, dann für alle ausrollen.

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Häufige Fragen

Funktioniert der QR-Code in einer Messehalle ohne Empfang?

Ihr Pass wird offline angezeigt, da er lokal im Wallet liegt. Ihr Gegenüber braucht jedoch Verbindung, um die Kartenseite zu öffnen. In Hallen mit schlechtem Empfang hilft ein gedruckter Code, den man später scannt.

Warum scheitern Scans am Stand so oft?

Meist an drei Dingen: zu dunkles Display unter Hallenstrahlern, zu kleiner gedruckter Code und zu großer Abstand. Helligkeit hochdrehen, mindestens drei Zentimeter Kantenlänge drucken, aus 15 bis 25 Zentimetern scannen.

Sammelt Karteo Kontakte der Besucher ein?

Nein. Karteo gibt Ihre Daten heraus, es erfasst keine Leads. Wer Besucherdaten systematisch erfassen und ins CRM überführen will, braucht zusätzlich ein Lead-Erfassungssystem oder den Badge-Scanner des Veranstalters.

Darf ich gesammelte Kontakte anschließend anschreiben?

Eine Kontaktaufnahme im Anschluss an ein Gespräch lässt sich häufig auf ein berechtigtes Interesse stützen. Für Newsletter und Werbemailings gelten strengere Anforderungen — hier ist in der Regel eine Einwilligung nötig.

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